EINE REPETITIVE ERZÄHLUNG

 

Werner LANG, Buch und Texte: STRAMM ¬– Repetitive Erzählung
Die Erzählung „Stramm“ ist nicht das erste Buch von Werner Lang. Er hat immer schon diese Welt, in der er lebte und die er auch leidvoll erlebte, unterschiedlich beschrieben. Man kann sie als Artikel in Betriebszeitungen, und auch als Literatur, wie sie im engeren Sinne verstanden wird, in Zeitschriften und anderen seiner Büchern nachlesen. Eine Dimension des Leidens, die er in seiner Literatur beschreibt, ist die schwere Arbeit verbunden mit den Arbeitsunfällen in den Betrieben in denen er arbeitete. Eine andere, eine sehr unangenehme Dimension des Leidens, die er beschreibt, ist der "Betriebsterror" der seinerzeitigen Betriebsratsspitzen in den Stahlwerken gegen jene die von diesen Betriebsräten als Oppositionelle angesehen wurden, um hier nur zwei von mehreren Leidsystemen, die Werner Lang beschreibt, herauszunehmen.
Dazu muss erwähnt werden, dass die Leute ihre eigenen Leiderfahrungen nicht artikulieren. Sie wollen nicht darüber reden, sondern sie brechen körperlich zusammen. Burnout, Herzinfarkt oder was immer.
Darum ist es wichtig, dass einem das physische und psychische Arbeitsleid wieder gesellschaftlich bewusst wird, sonst folgt statt eines Widerstandes der Zusammenbruch. Dazu kann auch das Buch von Werner Lang beitragen.

 

Einladung zur Buchpräsentation

 

WERKL IM GOETHEHOF

selbstverwaltete kulturelle Freiräume

 

Fotoprojektionen, Lesung und Buchpräsentation

 

Do. 3. Mai 2018, 19 Uhr: Donaustadt, Schüttaustraße 1, 1220 Wien

 

Jeder Autor muss die Sprache seiner Gesellschaft übernehmen oder er kann nicht sprechen.

Neues Buch von Werner Lang

"STRAMM"

eine Repetitive Erzählung, Wiederholende Beispielmonotone 

oder repetitive Arbeitserzählung.


… die Arbeit macht nichts … Arbeiter machen … E.A. Rauter


Literatur der Arbeitswelt Text: Werner Lang, Fotos: Gue Schmidt

Einladung zur Buchpräsentation

 

WERKL IM GOETHEHOF

selbstverwaltete kulturelle Freiräume

 

Fotoprojektionen, Lesung und Buchpräsentation von der Erzählung "Stramm" .

 

Do. 3. Mai 2018, 19 Uhr: Donaustadt, Schüttaustraße 1, 1220 Wien

 

Da liegt er nun

in der Intensivstation

mit seinen wichtigsten Dokumenten

neben sich

darin liest er seinen Namen

Werksarbeiter

und er weiß

wenn er jetzt seine Augen schließt

ist alles weg für ihn

ausgelöscht für immer

und so stirbt er

wie er gelebt hat

allein

mit seiner ersten und zugleich letzten Erkenntnis:

das "wir" ist die größte Lüge der Menschheit

dann macht er seine Augen zu

und sagt zum ersten mal:

Ich