Ausstellung, Lesung und Buchpräsentation

 

Projektraum MAG3, Schiffamtsgasse 17, 1020 Wien

 

Eröffnung: 19.01.2018, 19:30 Uhr, Dauer: 20.01. - 13.02.2018

 

 

 

Von Werner Lang  wird im Jänner ein Buch über Arbeit und Arbeitsverhältnisse in österreichischen Industriebetrieben in Form einer Erzählung von einem Werksarbeiter herauskommen. Ein Viertel vom Buch behandelt die Arbeitsbedingungen in einem Stahlwerk in der Obersteiermark. In das Buch wurden auch 50 Fotografien vom Stahlwerk, die im Zusammenhang mit dem Text stehen, aufgenommen.

 

 

 

Werner Lang arbeitete seit etwa zwei Jahren an seinem Buch STRAMM, worin er am Beispiel einer in der Arbeitswelt der Stahlindustrie tätigen Person namens Stramm, Lebens- und Arbeitsumstände repetitiv beschreibt.

 

 

 

Dieses Buch wird mit mehr als fünfzig Fotografien von Gue Schmidt versehen sein, welche den Umstände und Gegebenheiten von in dieser Arbeitswelt tätigen Personen illustriert.

 

 

 

Das Buch wird im Rahmen einer Ausstellung und einer damit verbundenen Lesung im Projektraum MAG3, in Wien präsentiert.

 

 

 

transferEdition

 

Werner Lang

 

 Stramm

 

                                                       Repetitive Erzählung

 

 Stramm lernte in der Arbeit mit der alltäglichen Angst, alles richtig und jedem recht zu machen, die ihm in der Lehrzeit eingebläut wurde, zu leben. Ähnliches erzählte ihm auch einmal sein Bruder, der sein ganzes Leben als angelernter Hilfsarbeiter an einer Spannmaschine in diesem Werk verbracht hatte. Bei ihm galt es, die ersten paar Monate als Schnitzbinder durchzustehen, wo jeder glaubte, über die neuen Hilfsarbeiter verbal herfallen zu können. Damals war diese Stahlfabrik noch verstaatlicht

 

 

 

Name: Werner Lang, geboren 1955 in Hönigsberg, lebt in Wien. War tätig als Betriebsschlosser, Schweißer, Monteur, Verschieber, Lokführer, Kranführer, zerstörungsfreier Werkstoffprüfer. War in der Gewerkschaftsbewegung, Friedens- und Umweltbewegung aktiv. Weiters: Ausstellungen, Vorträge, Puppentheater für Erwachsene, Kleintheater. Schreibt für die Kulturzeitschrift Tarantel und theoretische, sozialpolitische Artikel für das Magazin des Gewerkschaftlichen Linksblocks „Die Arbeit“. Letzte Veröffentlichungen:  Vor Ort; Theaterstück (Sonderheft Tarantel) Arbeitswelten in Bild und Wort (VIZA Edit 2012) Gasthaus Sudy, ein Theater (edition tarantel 2013) (Herausgeber) Erich Zwirner: Schreib! Arbeiter! (edition tarantel), 2013 (Herausgeber) Eva Priester: Der Weltkrieg I – Ende und  Anfang, edition tarantel, Tarantel Werkkreis Literatur der Arbeits (losen) Welt, Wien 2014 „Herzblut“ Beschädigte/r Erzähler/Erzählungen, Herausgeber: Werkkreis Literatur der Arbeitswelt – Werkstatt Wien, mit Unterstützung der MA 17/ Kulturabteilung der Stadt Wien, edition tarantel, 2016

 

 

 

Bilder für Umschlag, Umschlagrückseite aus Privatfotos von Gue Schmidt. Fotos von Gue Schmidt. Geboren, lebt und arbeitet. Verschiedene Stadien. Seit Beginn der 80er Jahre Arbeiten in den Bereichen visuell-akustischer Medien, im elektronischen Raum, Fotografie, Installationen und Performances inner- und außerhalb Europas. Preise und Stipendien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeder Autor muss die Sprache seiner Gesellschaft übernehmen oder er kann nicht sprechen.

Ausstellung, Lesung und Buchpräsentation

 

Projektraum MAG3, Schiffamtsgasse 17, 1020 Wien

 

Eröffnung: 19.01.2018, 19:30 Uhr, Dauer: 20.01. - 13.02.2018

Neues Buch von Werner Lang

"STRAMM"

eine Repetitive Erzählung, Wiederholende Beispielmonotone 

oder repetitive Arbeitserzählung.


… die Arbeit macht nichts … Arbeiter machen … E.A. Rauter


Literatur der Arbeitswelt Text: Werner Lang, Fotos: Gue Schmidt

Da liegt er nun

in der Intensivstation

mit seinen wichtigsten Dokumenten

neben sich

darin liest er seinen Namen

Werksarbeiter

und er weiß

wenn er jetzt seine Augen schließt

ist alles weg für ihn

ausgelöscht für immer

und so stirbt er

wie er gelebt hat

allein

mit seiner ersten und zugleich letzten Erkenntnis:

das "wir" ist die größte Lüge der Menschheit

dann macht er seine Augen zu

und sagt zum ersten mal:

Ich